Schmerzensgeldtabelle

Schmerzensgeld ist eine Entschädigung in Geld Form für einen körperlichen, immateriellen Schaden den man erlitten hat. Im Falle eines Behandlungsfehlers, Aufklärungsfehlers oder auch Dokumentationsfehlers kann ein geschädigter Patient Schmerzensgeld einfordern. Das Schmerzensgeld betrifft die Ehre, Gesundheit und Freiheit eines Menschen. Das heißt keine materiellen Schäden, sondern ausschließlich immateriell. Die körperlichen und psychischen Schmerzen, sowie die Folgeschäden werden durch Schmerzensgeld entschädigt. Auch Persönlichkeitsrechte, wie auch Verletzung der Freiheit wird durch das Schmerzensgeld auf finanzielle Art und Weise durch Gerichtsurteil oder Vergleiche entschädigt. Eine offizielle Schmerzensgeldtabelle existiert in dieser Form eigentlich nicht; vielmehr dient sie umgangssprachlich dazu  Größenordnungen anhand real-existierenden Fällen aus der Vergangenheit als Vergleich heran zu ziehen. Die tabellarische Form erleichtern die Einordnung des eigenes Falles gegenüber vergleichbaren Schäden und zugesprochenen oder verhandelten Schmerzensgeldzahlungen. Es existieren dadurch im Internet ein paar Urteilssammlungen mit kurzer Schilderung des Sachverhalts, eines Datums sowie der Höhe des Ausgleichs.

Hintergründe aus dem Medizinrecht

Es passieren täglich Aufklärungs- und Behandlungsfehler, als Geschädigter muss man solch einen Fehler nicht einfach so hinnehmen. Durch diese sogenannten Kunstfehler sterben jährlich mehr Patienten, als durch Verkehrsunfälle.  Am besten wendet man sich an einen erfahrenen Anwalt oder Kanzlei für Patientenrechte. Fundierte Juristen können die Beweislage einschätzen und sich für das Opfer einsetzten. In aller Regel arbeiten auf diesem Gebiet bewanderte Anwälte mit Sachverständigen zusammen, um Sachverhalte prüfen und einschätzen zu könenn. Ebenso gilt es Dokumente und Aussagen involvierter Menschen zeitnah zu sichern. Alles mit dem Ziel dem geschädigten Patienten und dessen Angehörigen zu helfen. In vielen Fällen kommt es zu Zahlungen von Schmerzensgeld, allerdings ist das Schmerzensgeld von Fall zu Fall unterschiedlich und wird umgangssprachlich leider oft auch mit dem Schadensersatz thematisch in einen Topf geworfen.

Wenn man eine Schmerzensgeldzahlung auf Grund eines Behandlungsfehlers anstrebt gilt es Fehler, Falschdiagnosen und Pfusch sowie die daraus resultierenden Konsequenzen stichhaltig belegen zu können. Auch beim Geburtsschadensrecht hat man ein Anrecht auf Schmerzensgeld. Des Weiteren gibt es nicht nur für körperliche Belangen Schmerzensgeld, sondern auch psychischen Leiden, dieser nennt sich u.A. „Schockschaden“.

 

Beispiele für Schmerzensgeldzahlungen aus der deutschen Rechtsprechung

  • Geburtsschaden mit vollständiger Behinderung des Kindes 700.000 € (2014)
  • Verlust des Geruchssinns nach einer OP 3.500 € (1992)
  • Falsch zusammengewachsener Arm eines 2-Jährigen 6.000 Euro (2009)
  • Schmerzensgeld für den Tod eines Patienten durch Herzversagen 10.000 Euro (2007)
  • Schwerer Hirnschaden eines 4-jährigen Mädchens 650.000 Euro (2012)
  • Schwerstbehindertes Baby spät eingeleitetem Kaiserschnitts 600.000 Euro (2009)
  • Querschnittslähmung nach fehlerhafter Operation 220.000 Euro (2004)
  • Verlust der Sehkraft 20.000 Euro

Ob ein Verfahren sinnvoll im Sinne einer hohen Wahrscheinlichkeit "Recht zu bekommen" gute Aussichten auf Erfolg verspricht lässt sich meist schon innerhalb eines ersten Gespräch mit einem Patientenanwalt anhand der Schilderung des Falles ermitteln. Erfahrene Anwälte auf dem Gebiet können anhand eigener Erfahrunge auch nähere Chancen und Risiken für bestimmte Schädigungen, die nicht in einer Schmerzensgeldtabelle gelistet sind, kompetent einschätzen und monetär beziffern. Ein Netzwerk aus Gutachtern und Wissen um die Arbeitsweisen bestimmter Kliniken und Praxen in der Region runden das Profil eines kompetenten Anwalts für Schmerzensgeldfragen ab.

Anwaltskanzlei aus Reutlingen

Die Anwaltskanzlei Ritter aus Reutlingen betreute und vertrag bereits dutzende Mandanten aus dem Einzugsgebiet zwischen Stuttgart und der Donau bei Ihrem Ersuchen nach einer finanziellen Linderung ihrer erlittenen Schäden durch behandelnde Krankenhäuser und Ärzte.